Wie sicher sind deutsche Spareinlagen anläßlich der Rekordverschuldung des Staates ?

Wie das Statistische Bundesamt in diesen Tagen mitteilte, stieg die Verschuldung des Staates im Jahr 2010 auf ein neues Rekordniveau von 1.998,8Mrd. €. Damit ist der Staat ‚nur‘ noch um 1,2 Mrd. € von der 2-Billionen-Grenze entfernt. Vergegenwärtigt man sich, dass die Bundesrepublik Deutschland von 1950 bis 1995 fünfundvierzig Jahre benötigte, um die erste Billion Staatsverschuldung anzuhäufen, dann kommt die zweite Billion bereits nach 14 Jahren hinzu. Da die Abstände bis zur nächsten Billion immer kürzer werden, wie die nachstehende Tabelle zeigt, wird deutlich, welch gewaltiges Sprengmaterial in diesem Prozess steckt.  1950 bis 1995 Grenze zur 1. Billion € innerhalb von 45 Jahren1996 bis 2010 Grenze zur 2. Billion € innerhalb von 14 Jahren2011 bis 2015 Grenze zur 3. Billion € innerhalb von 4 Jahren2016 bis 2019 Grenze zur 4. Billion € innerhalb von 3 Jahren2020 bis 2022 Grenze zur 5. Billion € innerhalb von 2 Jahren2023 bis 2025 Grenze zur 6. Billion € innerhalb von 1 1/2 Jahren2026 bis 2027 Grenze zur 7. Billion € innerhalb von 1 Jahr2028 bis …..   Im ersten Buch „Ameisen an die Macht“ in Kapitel 7.2.1., das vollständig im Internet unter ‚Leseprobe‘ veröffentlicht ist, habe ich diesen irreversiblen Wachstumsprozess bereits im Jahr 2005 zum ersten Mal veröffentlicht. Dort wurde damals bereits festgehalten,  dass eine solche Staatsverschuldung bzw. ihr rasanter Zuwachs nur noch durch eine Währungsreform beendet werden kann. Das würde aber bedeuten, dass viele Millionen private Haushalte, die ihr schwer verdientes Geld in vermeintlich „sichere Staatspapiere“, wie zum Beispiel Bundes-schatzbriefe, angelegt haben, über Nacht um ihre Ersparnisse gebracht würden. Noch dramatischer wäre diese Entwicklung bei den vielen Tausenden von Unternehmen, Banken, Versicherungen, Bauspar-kassen, Anlagefonds. Sie hätten im anzunehmenden Fall erhebliche Abschreibungen vorzunehmen. Das könnte/wird ihr Eigenkapital aufzehren und zu massenhaften Firmenzusammenbrüchen führen. Die daraus resultierende Massenarbeitslosigkeit würde die heute bereits bestehende Arbeitslosigkeit um ein Vielfaches übertreffen. Bedauerlicherweise muss aber genau diese Arbeitslosigkeit als Begründung dafür herhalten, dass sich die öffentlichen Haushalte verschulden. Dass dieser Sachverhalt aber ökonomisch NICHT gerechtfertigt ist, zeigt die nachfolgende Graphik der Entwicklung der Arbeitslosigkeit (linke Achse) und der Staatsverschuldung (rechte Achse) mit der dazugehörigen Trendentwicklung.      Mit einer Genauigkeit von nahezu einhundert Prozent ist zu erkennen, dass die Staatsverschuldung exponentiell schnell wächst, während die Arbeitslosigkeit seit 2006 kontinuierlich zurück geht. Von „Wirtschaftskrise“ also keine Spur. Es müssen also andere Erklärungsansätze gefunden werden, wie sie in meinen  Veröffent-lichungen in hinreichender Weise erläutert werden. Der bereits mehrfach gegebene Hinweis, alle öffentlichen Papiere umgehend zu verkaufen – so man sein Erspartes retten will –, kann einmal mehr nur wiederholt werden.   Helmut H. G. Meister | Juni 2011

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